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ZUM ABSCHIED
Ein Nachruf von F.Deutschbauer


 

 

Liebe Eltern und Angehörige,
sehr geehrter Herr Pfarrer Engelbert,
geschätzte Musikerkollegen und Kameraden der Militärmusik OÖ,
werte trauernde Freunde und Bekannte!

Als Freund und Musikkollege von Markus Roth darf ich zum Abschied noch einige Worte sagen - was mir jedoch nicht leicht fällt:

Am vergangenen Mittwochvormittag erhielten wir die schreckliche Nachricht und damit die traurige Gewissheit, dass du nicht mehr bei uns bist.
Wir waren alle fassungslos und zutiefst betroffen. Keiner wollte es wahr haben, es war wie eine tiefe Ohnmacht.



Unweigerlich hast du uns mit deinem Ableben heute einen letzten Termin gesetzt - und zwar unseren letzten gemeinsamen Auftritt hier in der Pfarrkirche in Klaffer - zudem all jene gekommen sind, die dich mochten, dich brauchten und dich schätzten.

Max, so nannten wir dich alle liebevoll, heute führe ich zum letzten Mal durch das Programm, ehe wir dich und mit dir auch unser gemeinsames Werk - Die Saitenspringer - zu Grabe tragen. Unsere Tanzkapelle wird und kann es ohne dich nicht mehr geben.

Ich weiß es noch, als wäre es gestern gewesen, als ich Max im Sommer 2001, aufgrund von Empfehlungen von Musikern aus seinem Umfeld, zum ersten Mal kontaktierte und ihn fragte, ob er mit uns spielen möchte.
Er war - damals als erst 18-jähriger - voller Begeisterung und voller Tatendrang. Es schien, als ginge für ihn ein Traum in Erfüllung.



Ich machte mir zu diesem ersten Gespräch auch einige Notizen, wie
* zielstrebig
* leistungsbereit
* fleißig
* talentiert
und vor allem
* sympathisch.

Dass uns dieser erste Eindruck nicht getäuscht hatte, bewahrheitete sich bald.
Nach nur kurzer Probenarbeit waren wir im Herbst 2001 spielbereit und den ersten Auftritten stand nichts mehr im Wege.

Max entpuppte sich bereits in den darauf folgenden Monaten zu einem musikalischen Allrounder und übertraf alle unsere Erwartungen. Er liebte die Oberkrainer-Musik und meisterte neben seinem perfekten Trompetenspiel auch schwierigste Solos auf der Tastatur des Keyboards, wodurch wir unser Repertoire ständig erweitern und auf ein ansehnliches Niveau bringen konnten.



Max war stets ein zuverlässiger Mensch, der seine Aufgaben sehr ernst nahm, dabei aber seinen Humor nie verlor, auch wenn es oft anstrengend und stressig war.

4 Jahre lang standest du mit uns auf der Bühne - an meiner Seite - und bist mit uns durch dick und dünn gegangen. Du hast uns dabei nie im Stich gelassen.
Nur vergangenen Dienstag, als du diesen letzten Weg gewählt hast, mussten wir eine große Enttäuschung hinnehmen. Für uns ist es unbegreiflich, da es nicht deine Art war, sich einer Verantwortung zu entziehen.

Max, wir bedanken uns bei dir für deine Freundschaft und Kameradschaft, deine Geselligkeit und deine gute Laune, die du uns entgegengebracht und mit der du unsere Zeit erhellt hast.
Dein Engagement und deine musikalischen Leistungen waren eine Bereicherung für unsere Kapelle und für uns Musiker.



Auf der Bühne hätten wir uns nun am Ende unseres Auftritts vom Publikum mit Hubert von Goisern's "Jetzt bist so weit, weit weg" folgendermaßen verabschiedet:

Ein Blick auf die Uhr, der Augenkontakt und ein Kopfnicken unter den Musikern, und du beginnst am Keyboard mit sanften, warmen Akkorden bis schließlich mit Pepi`s angenehmer Stimme die erste Strophe erklingt:

Jetzt san die Tag schon kürzer word'n, und d'Blattln fall'n a von die Bam, und auf'm Almasattel liegt schon Schnee. A kalter Wind waht von die Berg, die Sunn is a schon untergangen, und i hätt di gern in meiner Näh' Jetzt bist so weit weit weg, so weit weit weg von mir, es tuat ma schia, und wia..

Nach dem Gitarrensolo von Mandi beginne ich, mich vom Publikum zu verabschieden, das bereits zusammengerückt ist, in der Hoffnung, dass es jetzt noch nicht enden sollte.


Max, heute müssen WIR uns von DIR verabschieden!


Herr, wir danken dir für jede Minute, die wir mit Max verbringen durften.
Er wird in unseren Gedanken und Erinnerungen weiterleben.

Max, wir vergessen dich nie. Mögest du nun in einer besseren Welt leben.


RUHE IN FRIEDEN!

 

 

 

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